Donnerstag, 29. Dezember 2011

South Island

Am wohlsten habe ich mich wohl in Franz Josef gefühlt. Der Gletscher, die Landschaft und wie alles gerochen hat, war wie in Alaska wo ich im August gearbeitet habe. Leider leider ist dort alles scheiße teuer, daher kann man sich dort nicht wirklich entspannen. Wie in so vielen anderen Orten auch, kann man dort nur irgendwas wirklich tolles machen, wenn man n Haufen Kohle auf den Tisch blättert. Das habe ich mir gespart und bin lieber wandern gegangen, um meinen trägen Körper mal wieder etwas zu betätigen ;) Die Tageswanderung die ich gemacht habe, war ein bisschen anstrengender als gedacht, aber keinenfalls schlecht eher herausfordernd. Man musste über riesen Steine klettern, durch ziemlich viel Matsch laufen, aber der Ausblick nach 3h hartem Bergauf laufen lohnt sich auf jeden Fall. Dort habe ich zwei Kanadier (Jake und Daryl) getroffen mit denen ich dann zurück gelaufen bin, was wesentlich schneller ging, vorallem mit der Flasche Wein die die beiden dabei hatten. Am nächsten Tag waren meine Beine ziemlich verkatert, aber was nimmt man nicht so alles in Kauf und es fühlt sich wirklich gut an, wenn man sich mal öfter bewegen kann und nicht völlig im Bus einstaubt.
Von dort gings dann nach Wanaka, ein nettes kleines Örtchen. Dummerweise war der National Park ne gute Stunde Fahrt von dort, daher bin ich da nur einen Tag geblieben zumal das Wetter auch grausam war und da macht ja alles nur halb so viel Spaß. Im Rückblick hätte ich das wohl anders geplant, aber manchmal hab auch ich nicht so viel Glück! Man mags kaum glauben! Bin auf einen Aussichtspunkt gelaufen bevor der Sturm gekommen ist, war ziemlich windig dort oben! Aber ganz witzig mit dem Wind und dem Regen.
Dort gibt’s das sogenannte Puzzle World in dem sich groß und klein austoben können. Es ist vollgepackt mit Illusionen und einem Irrgarten. War ziemlich witzig dort drinnen. Unter anderem gabs da einen Raum in dem normal große Menschen kleiner und größer gemacht werden konnten. Ist schwer zu beschreiben. Naja jedenfalls wurde dieser Trick in Herr der Ringe verwendet um Elija Wood als Hobbit kleiner zu machen usw.  War interessant das aus erster Hand zu sehen. Eigentlich ziemlich simpel.
Der nächste große Stopp war Queenstown. Hier habe ich meine wunderbare Freundin Monica wieder getroffen mit der ich so unglaublich viel Spaß hatte! Die Überschrift für diesen Ort sollte „every nite is a Saturday nite“ lauten. Ich musste an meinem ersten Tag – einem Montag – eingestehen das es nicht ganz einfach ist, dort abends nicht wegzugehen und irgendwas zu trinken. Ich kann euch sagen, da gings ziemlich wild zu! Jeden Abend wird irgendetwas geboten, Special Drinks, Pup Crawls, Theme Party… endless! Aber neben den ganzen Gesaufe ist Queenstown ehrlich gesagt ziemlich schön. Viele kleine Straßen, mit unendlich viel Cafés, viele Grünanlagen. Die Stadt lieg in mitten von Bergen mit einem riesen See vornedran. Die Promenade ist klein, aber meiner Meinung nach macht es die Stadt viel gemütlicher. Dort findet man auch des Öfteren einen – wie wir ihn getauft haben -  Pianoplayer. Ich weiß der Name ist nicht besonders kreativ, aber es passte einfach. Obwohl ich einige Male mit ihm geredet habe, weiß ich seinen Namen bis heute nicht. Vielleicht hätte ich doch seine CD kaufen sollen. Zu spät! Nachts ist alles an der Promenade mit Licherketten beleuchtet die sich im See wieder spiegeln. Bezaubernd. Der See ist allerdings arsch kalt. Was mich allerdings nicht davon abgehalten hat Nachts nackt rein zuspringen. Ein paar Tage habe ich erfahren das jährlich einige Leute darin ertrinken, weil es so kalt ist, dass es nach ein paar Minuten die Muskeln lähmt und man wie ein Stein absäuft. Gut, da darf ich mir dann schon mal auf die Schulter klopfen. Ich glaube in diesem Ort kann man wirklich alles machen was man sich vorstellen kann. Von Bungyjumping bis Spa, Wandern, Jetboat, Skifahren…einfach jegliche sportliche Aktivität die man sich vorstellen kann. Mit anderen Worten man braucht einen riesen Batzen Geld, den ich leider nicht hatte, aber man kann dort auch Sachen umsonst machen. 
Kommen wir zu den wichtigen Informationen! In Queenstown gibt es wohl den besten Burger in der südlichen Hemisphäre. FERGBURGER! Da legt man schon mal $10 für nen normalen Burger hin, aber er ist um einiges größer als jeder Bürger bei BK oder Mc’s und der Geschmack ist wirklich Bombe. Der Laden schließt genau 2h am Tag zwischen 4-6Uhr morgens. Und ich behaupte einfach mal, dass sogar noch vollgetrunkene Engländer um diese Uhrzeit noch fähig sind einen Burger zu bestellen.  
Nachdem mich Monica mit einem unglaublich witzigen Abschied verlassen hat und ich mir fast vor Lachen in die Hosen gepinkelt habe, war es dort ziemlich still und einsam. Daher bin ich nach Stewart Island getrampt, um dort für ein paar Tage wandern zu gehen. Stewart Island – wie der Name schon sagt – ist eine Insel etwa 1h mit der Fähre von dem südlichsten Punkt der Südinsel entfernt.
Unglaublich was man so alles erlebt beim Wandern, aber dazu später mehr. Ich trampe als in den Süden und alles lief auch ziemlich optimal, bis ich dort unten ankomme und der übelste Sturm seit 50Jahren wütet. Daher wurden alle Fähren und Flüge nach Stewart Island gecancelled. Daher war ich in einem Ort namens Bluff gefangen. Eigentlich assoziiere ich mit Bluff etwas positives. Vielleicht kennt ihr diesen Marshmallow Brotaufstrich aus den USA der genauso heißt. Ich steh jedenfalls ziemlich auf dieses bapsüße Zeug. Bluff – der Ort – ist nicht mal annähernd interessant. Es ist einfach so unglaublich langweilig dort, dass ich mir wirklich überlegt habe direkt wieder zurück nach Queenstown zu gehen. Es hab genau ein Hostel dort in das ich dann ja quasi gehen musste. Es sah dort aus wie vor 40 Jahren oder so. War fast schon unheimlich. Die Leute die dort waren, waren kein Stück besser. Ich hab eigentlich die ganze Zeit nur den Kopf geschüttelt. Und war mehr als froh als ich am nächsten Morgen erfahren habe, dass die Fähren wieder fahren und ich endlich nach Stewart Island kann. Dieses scheiß kleine Örtchen hatte genau einen Bankautomaten. Da es Ende des Monats war, war leider kein Geld mehr da drinnen und ich habe alles daran gesetzt um Bargeld zu bekommen, aber es sollte nicht sein. Der Hostelbesitzer meinte dann nur ich soll ihm zurückgeben, wenn ich von Stewart Island zurückkomme. Ich habe mich dann nur gefragt wie ich auf einer kleinen beschützen Insel Bargeld kriegen soll, wenn ich das nicht einmal auf dem Festland schaffe. Ende vom Lied, ich habe natürlich nicht bezahlt!

More Pix 

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Welcome to the South Island

Am frühen Morgen ging es mit der Fähre von Wellington nach Picton. Der ganze Spaß dauert 3h und ist ziemlich langweilig. Auf dem Boot habe ich Monica aus San Francisco kennen gelernt und wir haben uns auf Anhieb einfach prächtig verstanden. Von Picton ging es dann nach Kaiteriteri. Ursprünglich wollte ich in Nelson aussteigen, aber mein Couchsurfer dort hat mir in der Nacht davor wieder abgesagt und daher bin ich dann bis in dieses kleine verschlafen Örtchen gefahren. Hier gibt es eigentlich nur Strand und Tourismus. Monica und ich sind dann am Strand umher spaziert und haben uns von der überaus anstrengenden Überfahrt. Hier gibt es wirklich nichts zu berichten, da einfach nichts passiert in diesem kleinem verschlafenem Örtchen. Am nächsten Morgen bin ich dann zum Abel Tasman National getrampt. Wie so oft hatte ich natürlich wieder keinen Plan was mich dort erwartet, aber so lang ich mein Zelt habe, passt das alles schon. Da komme ich nun also an den Eingang und mich erschlägt ein riesen Schild mit der Aufschrift, dass man Übernachtungsmöglichkeiten im Voraus buchen muss. Ja gut, das wurde dann von mir erst mal schön ignoriert. Ich bin dann dort wandern gegangen und man begegnet dort einfach unendlich vielen Tageswanderern. Ich habe dann ein Lunchbreak am Appeltree Bay gemacht und ein netter Kiwi der dort wohnt, hat mich auf ein Kaffee eingeladen und wir haben auf seiner Terrasse gesessen und die wunderschöne Aussicht genossen. Danach ging es weiter bis zur nächsten Bucht. Auch hier habe ich mich noch einmal ein bisschen entspannt bevors auf das letzte Stück gehen sollte bevor ich mir irgendwo einen Campingplatz suchen wollte, wo ich nicht bezahlen muss! Auf dem Weg habe ich David kennen gelernt, der auch alleine unterwegs war. Er hatte bereits einen Plan und hatte alles gebucht, daher habe ich mich einfach mal seiner Strecke angeschlossen. Nur das ich nicht in den offiziellen Campgrounds schlafe. Wir haben dann durch Zufall einen kleinen Campingplatz gefunden, an dem ich dann mein Zelt aufgeschlagen habe. 2 Amerikanerinnen meinten, dass hier wohl nicht kontrolliert wird, da er so klein ist und ziemlich weit weg vom Ranger! Perfekt! David ist dann bis zu seiner Hütte gelaufen, die nochmal eine halbe Stunde weiter war. Ich muss zugestehen, dass ich schon ein bisschen paranoid war und bei jedem kleinen Geräusch dachte, der Ranger kommt doch noch vorbei und will meine Reservierung sehen.

Am nächsten Morgen bin ich dann mit dem Geräusch von Regen auf meinen Zelt aufgewacht. Einfach traumhaft. Ich war extrem langsam an dem Tag und der Regen ist immer stärker geworden und ich wusste nicht so recht, was ich machen sollte, da ich David erst 2h später an seiner Hütte treffen wollte. Da stand ich dann mit meiner Regenplane und habe mir ein Dach zwischen all den Bäumen gespannt und gefrühstückt. Das Wetter hat sich dann auch gewendet und wir hatten für den restlichen Tag strahlenden Sonnenschein. Wir sind an wunderschönen Sandstränden vorbei gelaufen, das Wasser ist einfach so einladend – aber schweinekalt. Wir haben dann noch einen kleinen Umweg zu „Cleopatra’s Pool“ gemacht. Wunderschön wieder das Wasser da runter rauscht, da der Wasserfall von einem Stein blockiert wird, sieht es von der Seite wie eine Wasserrutsche aus. Wir mussten auch noch die Gezeiten beachten und konnten manche Passagen nur bei Ebbe überqueren. Das Wasser sah golden aus. Ich weiß nicht, ob das besonders gesund war, aber wir hatten kaum eine andere Wahl ;) Danach ging es dermaßen lange steil bergauf, dass ich fast schon aufgeben wollte. Aber natürlich mache ich das nicht, aber meine Waden haben so gebrannt wie schon lange nicht mehr. Die Strecke hat sich dann schon noch ganz schön hingezogen auch wenn es wunderschön war. Dann sind wir an der Hütte angekommen in der David geschlafen hat. Ich war schon wieder leicht paranoid. Die Hütte war nicht ausgebucht, nur 5 Leute. Daher bin ich erst einmal dort geblieben und habe abgewartet was passiert. Letztendlich habe ich dann dort geschlafen, da der Ranger um 22Uhr immer noch nicht da war und wir dann natürlich angenommen hatten, dass er nicht mehr kommt. Tja, leider war dem nicht so, da danach noch 3 Wanderer aufgetaucht sind, die den Ranger geholt haben. Der hat dann durchgezählt, war aber Gott sei Dank so verwirrt, dass er es erst einmal dabei belassen hat. Am nächsten Tag mussten wir alle früh raus, da man den Strand nur bis 8.30Uhr überqueren konnte. Da sitzen wir nun vor der Hütte und der Ranger fragt mich, ob ich hier letzte Nacht geschlafen hätte. Natürlich verneine ich und sage, dass ich von dem anderen Campground heute Morgen ganz früh losgelaufen bin. Danach hab ich mich auch lieber auf den Weg gemacht und David erst einmal zurück gelassen bevor der Ranger noch mehr Fragen stellt oder sogar noch meine Reservierung sehen will. Gas gehabt! Der letzte Tag war nicht ganz so hart und einfach zu laufen. Wir haben dann unsere Rucksäcke dort deponiert wo uns das Wassertaxi ein paar Stunden später abholen sollte und wir sind dann noch ein bisschen weiter an der Küste gelaufen und haben uns ein gemütliches Plätzchen am Strand gesucht und ich bin auch ins Wasser. Ich kann euch sagen, die tasmanische See ist wirklich nicht zu empfehlen! Die Rückfahrt mit dem Wassertaxi war ok, haben noch ein paar Robben gesehen. Worüber ich mich ja dann aufgeregt habe war, dass der Shuttle Bus vom Hafen bis zur Stadt voll war und 4 Leute vom Wassertaxi laufen sollten. Alle Leute außer mir und David waren nur 1-2 Tage im Park und sind nicht die ganze Zeit mit einem 12kg Rucksack gelaufen und keiner wollte sich bereit erklären zu laufen und der Idiot der das Boot gesteuert hat, hat uns dann mehr oder weniger zum Laufen verdonnert!

Danach haben wir uns erst einmal ein Bierchen gegönnt und sind dann zur Golden Bay gefahren. Wir haben dort dann in einem super süßen Hostel übernachtet. Die hatten einen extra BBQ Bereich, einen Aal (der die Reste gegessen hat) und über den Fluss der am Hostel vorbei geflossen ist, war ein riesen Netz gespannt in das man sich reinlegen konnte. Traumhaft!

Nachdem wir und richtig ausgeschlafen haben, sind wir am nächsten Morgen bis ans Ende der Golden Bay gefahren und haben uns Cape Farewell angeguckt. Ich habe noch nie so einen Strand gesehen. Ich weiß nicht, ob das auf den Bildern so rüberkommt, wie ich es wahr genommen habe. Einfach anders wunderschön. Am Nachmittag haben wir uns dann auf den Rückweg gemacht und sind bis nach Westport gefahren, wo ich dann wieder in den Bus eingestiegen bin. Westport ist einfach eine Stadt wo man wirklich kaum was machen kann, außer sich von den Strapazen der vorigen Tage zu erholen.

Windy Welliwood


Angekommen in Wellington hat sich zur Abwechslung mein Couchsurfer mal wieder nicht gemeldet. Aber macht ja nichts! Mittlerweile bin ich schon Profi im Übernachtungsimprovisieren. Ich hatte ja 3 Deutsche (Fynn, Morris & Jonas) unterwegs kennen gelernt und die waren glücklicherweise in Wellington und haben für Ihre Unterkunft im Hostel gearbeitet. Fynn und Jonas sind an dem Tag als ich angekommen bin leider weitergefahren, da sie endlich Arbeit gefunden haben, daher waren 2 Betten im Hostel frei, in dem ich dann (natürlich) umsonst die erste Nacht verbracht habe!
Ich habe dann mal wieder eine Not-Couchsurfer-Nachricht losgeschickt und zwei Leute haben sich gemeldet. Ein ganz lieber Kiwi hat mich für die ersten 2 Nächte aufgenommen! Und wie der Zufall es manchmal will, habe ich zufälligerweise den anderen Couchsurfer getroffen, der mich auch noch aufnehmen wollte, als ich abends in einer Bar getroffen mit Morris war. Er wollte eine Freundin aus Deutschland treffen und dieser wiederum war mit „meinem zukünftigen“ Couchsurfer Ricky aus. Wie klein die Welt doch manchmal ist.
Da ich ja niemanden außer Morris in Wellington kannte und seine Kumpels ja lieber arbeiten wollten, haben wir fast jeden Tag zusammen was unternommen. Was jetzt auf gar keinen Fall negativ war, da man nicht immer wieder mit dem gleichen Small-Talk Gebabbel anfangen muss und zur Abwechslung ist es auch mal wieder ganz nett deutsch zu reden. Wir waren im Zoo und haben endlich einen Kiwi gesehen, auf Mt. Victoria und haben die Aussicht über die Stadt genossen. Dann waren wir noch in Zealandia. Das ist eine Art Park indem Pflanzen und Tiere beschützt werden und zudem treffen sich hier die zwei Erdplatten. Also wenn es irgendwo richtig rüttelt, dann dort ;)  Wir haben auch ein bisschen was für die Kulturbildung getan und waren im Parlamentgebäude und haben eine kostenlose Rundführung mitgemacht und im Te Papa Museum. Bisher war eigentlich alles umsonst! =)
Eine kleine Anekdote: Morris hat ein außergewöhnlich großes Talent dafür seine Sachen zu verlieren. Leider hat sich dieses zum Teil auf mich in unserer gemeinsamen Zeit übertragen wie sich eines Nachmittages heraus stellen sollte. Zunächst haben wir eine neue Sonnenbrille für $3 für ihn gekauft, die einfach eine schreckliche Qualität hatte. Was will man auch bei $3 erwarten. Jedenfalls laufen wir durch die Stadt und ich beschwere mich über das viele Fast Food das ich durch ihn zu mir nehme und das das auf Dauer einfach kein Zustand ist, da ich – man glaube es oder auch nicht – wirklich ein paar Kilo zugenommen habe. Kaum ist das ausgesprochen laufen wir keine Minute später am Burger King vorbei und ich sehe im Fenster einen Aushang: Special Whopper $3! Wir sind natürlich rein und haben erstmal Mittag gegessen. Da sitzen wir nun futtern unsere Burger und ich meine nur so hey, wo ist eigentlich deine Sonnenbrille? Rucksack und alle sämtlichen Taschen werden durchsucht, aber keine Sonnenbrille. Gut gestärkt, gehen wir wieder in den 1,2,3 Dollar Laden und kaufen die gleiche Sonnenbrille nochmal. Anschließend ging es mit dem Cable Car (so ne Art Seilbahn) hoch auf den Berg zum Botanischen Garten ein bisschen die Sonnen genießen. Wir haben natürlich auch unser Rückfahrtticket gleich mitgekauft. Wir sind dann dort umher gelaufen, im Kinder Paradies gerutscht und dieses Zipline gefahren. Was ein Spaß! Anschließend sind wir den ganzen Hügel auf der anderen Seite runtergelaufen und haben uns ins Gras fallen lassen und ein Sonnenbad genossen bevor wir uns wieder den ganzen Berg zum Cable Car wieder hoch gelaufen sind. Oben angekommen hole ich schon mal unsere Rückfahrttickets aus der Tasche und gebe Morris seins, da merk ich das ich meine Kamera nicht mehr habe. Die liegt noch unten auf der Wiese. Wir rennen also den ganzen Hügel runter zu dem Platz wo wir lagen. Morris ist schon die ganze Zeit am fluchen, da er seine Kamera schon verloren hatte. Ich bin noch ganz optimistisch, dass sie niemand weggenommen hat, weil die Kiwis ja so freundliche Menschen sind und eigentlich alles abgeben. Da sehen wir nun die Wiese, aber keine kleine schwarze Kamera. Aber glücklicherweise habe ich sie mit dem Display nach oben auf den Rasen gelegt, dass man sie erst sieht, wenn man genau dort steht. Nochmal Schwein gehabt. Morris und ich freuen uns voll, dass noch alles da ist und wir nochmal den ganzen Hügel bergauf laufen müssen. Auf halben Weg merkt er, dass er sein Rückfahrtticket für die Seilbahn verloren hat. Da geht das fluchen gerade wieder von vorne los. Ich rede ihm noch gut zu, dass er es bestimmt beim runter rennen verloren hat und wir das schon auf dem Rückweg finden. Und siehe da, oben direkt vor dem Eingang liegt sein Ticket auf dem Boden! Ich glaube, ich hab selten so viel gelacht und Glück gehabt! 
Wellington ist bisher die schönste Stadt in Neuseeland. Angenehme Größe, viel zu unternehmen, gute Lage – nur der Wind ist einfach unglaublich stark! Wie gut, dass ich noch einmal ein paar Tage dort verbringen kann.


Montag, 21. November 2011

Northland


Erster Stopp mit Kiwi Experience – ahja und falls ich es noch nicht erwähnt hatte, macht nicht denselben Fehler wie ich. Bucht ein anderes Busunternehmen – war Coromandel Peninsula. Hier sind wir nach Hahei gefahren, wo ich einen Couchsurfer hatte, dem ein Kajakverleih gehört. Ich habe dann glücklicherweise auch umsonst Kajak fahren dürfen. Hahei Beach ist traumhaft! Ich bin mit einem der Guides zum Hot Water Beach gepaddelt. Hier kann man Löcher in den Sand buddeln aus denen das kochend heißes Wasser kommt, dass dann mit dem Meerwasser zum angenehmen Hot Top wird. Dabei ballert die Sonne noch schön auf einen drauf! Was will man mehr ;) In der anderen Richtung kann man zur Cathedral Cove paddeln oder auch wandern. Ich bin barfuß (fragt mich nicht wie ich auf die Idee gekommen bin) über 1h dort hin gelaufen. Es sieht wirklich so schön aus wie auf Bilder, wenn nicht sogar noch besser. Hier habe ich dann den letzten Tag ausklingen lassen bevor es dann nach Hamilton ging. Ja, viel gibt es hierzu nicht zu sagen, es ist wirklich ein kleines Örtchen. Das wohl schönste ist der Hamilton Garden, hier sind verschieden Themengärten und das Ganze ist auch noch umsonst. Ansonsten gibt es dort nicht viel zu sehen.
Nächster Stopp und da wird nur wegen den Höhlen Halt gemacht. Hier haben ich eine 5stündige Tour durch die Waitomo Caves gemacht. Zuerst seilt man sich 30m in die Tiefe ab, dann geht es an die Zipline und man fliegt durch die Höhle im stockfinstern und überall um einem rum sind Glühwürmchen. Sau cool! Dann springt man mit nem Gummireifen ins schultertiefe eiskalte braune Wasser und schwimmt durch die Höhle, bekommt erklärt wie die Höhle gefunden wurde und wie Glühwürmchen entstehen. Als Bonus hat uns dann Matti (unser sehr attraktiver Guide) noch ein Liebeslied auf Maori gesungen! Ziemlich kitischig, aber hoch romantisch…
Am nächsten Tag ging es früh nach Rotorua. Wenn man dort ankommt, kann einem schon etwas schlecht werden, da es überall nach Schwefel und verfaulten Eiern riecht. Das liegt daran, dass hier die dafür verantwortliche Erdschicht besonders dünn ist und überall in den Vorgärten und Parks steigt heißer Dampf aus und Schlamm blubbert. Sieht ziemlich witzig aus, wenn man so langläuft und es sieht aus als obs in sämtlichen Vorgärten brennt. Am ersten Abend bin ich mit Leuten aus den Kiwi Bus zum Tamaki Heritage Villiage. Hier zeigen Maori einem wie man den Haka haka Tanz lernt, wie man sich richtig begrüßt, wie man kämpft usw. ist super interessant, leider dürfen Frauen aber kaum was machen außer Bälle durch die Gegend schwingen, tanzen, und singen. Danach haben die Bewohner noch verschieden Lieder gesungen und uns über die Geschichte von Neuseeland und den Maori. Danach gings zu einem riesigen Erdhaufen der von den Männern abgehoben wurde. Darunter waren dann verschiedene Körbe mit Kartoffeln, Karotten, ganzem Hähnchen und noch vielen mehr. Das ganze wurde über 3h über Lavasteinen gegart. Ihr könnt euch vorstellen wie einem da das Wasser im Mund zusammen läuft! Dann gings auch endlich zum riesigen Buffet! Ich hab sowas von reingehauen! Es gab dann noch Pavlova zum Nachtisch! Übelste Kalorienbombe, aber unglaublich lecker! =)
Ich bin dann mit meinem Couchsurfer (einem Maori) in seine Kommune gefahren, wo wir in das Bad gegangen sind. Normalerweise hat man nur Zutritt, wenn man in dieser Kommune ist, aber man darf auch Freunde mitbringen. So, da sitze ich nun also splitterfaßer nackt mit 10 Maori in einem Schwefelbad! Gut, dass ich sicher die Hälfte von den wiege und meine Hautfarbe nicht einmal annähernd an diese ran kommt. Ist ja aber egal. Ich habe mich wunderbar entspannen können und habe dann auch 11h wie ein Baby geschlafen. Am nächsten Tag gings in den Redwood Forest (ja genau wie in Kalifornien) wandern. Unglaublich schön, die Bäume sind die gleichen wie in Kalifornien, nur eine Nummer kleiner. Man hat wirklich eine wunderschöne Aussicht von manchen Bergen und was noch besser ist, man begegnet nicht besonders vielen Leuten =)
Von dort sind wir nach Taupo gefahren. Hier befindet sich der größte See in Neuseeland – Lake Taupo.  Vor vielen vielen Jahren ist ein Vulkan ausgebrochen und hat ein monströses Loch hinterlassen indem jetzt endlich viel Wasser drin ist. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass man das Ende wirklich kaum erkennen kann. Etwa weiter entfernt von dort befindet sich der Tongario National Park. Der Plan sah folgendes vor. Morgen um 5:30 aufstehen, um 6Uhr abgeholt werden und dann zum National Park fahren um den berühmten Tongariro Alpine Crossing über 20km zu meistern. Hat alles soweit geklappt, bis auf das über Nacht eine schlecht Wetterfront über den Park gezogen ist und wir nach um 6:20 Bescheid bekommen haben, dass der Park geschlossen wird, da es zu gefährlich ist. Meine Laune war überragend für den Tag! Ich habe 4 Filme geguckt, Schokolade gegessen und den Tag im Hostel bei strömenden Regen rumgebracht. Muss ja auch mal sein! Da das Wetter für die nächsten Tage auch nicht besser werden sollte, habe ich beschlossen erst einmal weiter zu ziehen und auf dem Rückweg nach Auckland noch einmal hier Halt zu machen und mein Glück noch erneut zu versuchen. In Taupo kann man ne Menge Spaß haben und dabei noch mehr Geld aufn Putz hauen z.b. Bungy Jumping, Skydiving, Pferde reiten… man kann aber auch Spaß haben und kein Geld ausgeben. Daher bin ich erstmal 45min zu den Hot Pools gelaufen. Hier sind auch wie in Taupo und Coromandel Peninsula Thermalquellen zu finden und diese sind öffentlich. Das sind verglichen mit den Hot Springs in Kanada bisher meine Favoriten. Hier kommt das heiße Wasser als Wasserfall herunter geprasselt und man kann sich den Rücken massieren lassen. Das heiße Wasser mischt sich dann mit dem Wasser aus dem Fluss der vorbei fließt. Also eine gute Stelle finden und entspannen!
Nachdem ich dem Regen in Taupo entflohen bin, haben wir in River Valley übernachtet.

Mittwoch, 9. November 2011

Kia Ora Kiwi Land


Das erste Mal hatte ich eine schlechte Couchsurfing Erfahrung. Nach 14h Flug bin morgens in Auckland angekommen und mein (dummer) Couchsurfer hat sich nicht mehr gemeldet und so war ich quasi obdachlos. Zudem war das Wetter auch noch “grau“sam, im wahrsten Sinne des Wortes. Es war dunkel, regnerisch und windig. Ich habe dann aber ziemlich viel Glück gehabt und dann jemanden auf die Schnelle gefunden, der mit Unterkunft gewährt hat. 
Ich bin dann erstmal auf CS und habe eine Not-Last-Minute-Couch gesucht und auch gefunden. Von da an lief alles easy. Ich habe mir erstmal den Public Viewing Bereich für den Rugby World Cup angeschaut und wo man am besten hingeht. Damit ich fürs Viertelfinale gewappnet bin. Ich habe dann eine kostenlose Bustour durch Auckland gemacht und mir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten angeguckt. Natürlich gibt es bei so kostenlosen Touren immer einen Haken. Die haben nun versucht uns ständig irgendwelche Attraktionen wie Bungy-Jumping etwas billiger zu verkaufen. War ganz witzig, da man doch eine gute Übersicht über die Stadt bekommen hat uns wie riesig sie doch ist. Abends bin ich dann noch auf ein Couchsurfer-Meeting und habe da auch ein paar nette Leute kennengelernt. Letztendlich habe ich mit denen auch ziemlich viel Zeit verbracht, da die auch nicht sonderlich viel zu tun hatten. Ich war dann noch in der Art Gallery (freier Eintritt) und bin viel spazieren gegangen. Alles in allem gibt es jetzt nicht wirklich viel zu tun in Auckland, Job- & Wohnungsmarkt ist nicht so einfach, da einfach viel zu viele Leute während dem RWC unterwegs waren. Ich habe leider viel zu viel Zeit in Auckland verbracht bevor ich mich endlich auf in den Norden gemacht habe.
Als erstes war ich in Whangarai, ein kleines Örtchen in dem man wirklich nicht mehr Zeit lassen muss als nötig, aber es gibt wirklich ein paar schöne Wanderwege. Ich habe dann auch ein paar Leute auf dem Zeltplatz getroffen die sich mit mir auf den Weg zu den Whangarai Falls gemacht haben. 

Wir sind dann noch bis zu ein paar Höhlen gewandert, um Glühwürmchen zu sehen, aber leider waren die zum Teil so geflutet, dass wir leider nicht tief genug hinein klettern konnten. Wir sind dann noch zu einem Aussichtspunkt gewandert wovon man eine wunderbare Aussicht hatte. Abends haben wir noch gemütlich ein paar Bierchen auf dem Campingplatz getrunken bevor wir ins eiskalte Zelt sind. Am nächsten Tag gings auf nach Paihia. Ein verträumtes Örtchen bei den Bay of Islands. In dem Hostel habe ich zufälligerweise ein Mädchen wieder getroffen die ich in Auckland bei der kostenlosen Bustour kennen gelernt hatte. Wie klein die Welt doch ist. Spontanerweise bin ich dann mit ihr und noch zwei anderen Mädchen zu den Hot Pools ein bisschen außerhalb gefahren. Es sah zwar nicht wirklich sehr einladend aus, aber es hat sich dafür umso besser angefühlt. Es hat ultra nach Schwefel gerochen, und die graue Brühe sah wirklich widerlich aus, aber wenn man einmal drin ist, ist es nur noch halb so schlimm. Wir haben uns dann mit schwarzen Schlamm eingeschmiert und uns entspannt. Was wirklich sehr gut war, dass kaum anderen Touristen da waren, nur eine einheimische Familie. Unsere Haut hat sich danach wie ein Babypopo angefühlt. So ein Schwefelkur kann Wunder wirken, wenn man nicht danach so stinken würde ;)
Am nächsten Tag bin ich hoch an den nördlichsten Punkt von Neuseeland Cape Reinga gefahren. Auf dem Weg haben wir Stopp gemacht und sind die Sanddünen mit Boards runter gedüst. Das war vielleicht ein Spaß. Man kriegt schon ne Geschwindigkeit von 45-50km/h drauf. 

Danach haben wir an einem wunderschönen Strand Lunch gemacht, aber leider hat das Wetter nicht mitgespielt. Als nächstes sind wir endlich zum Cape Reinga gefahren. Hier treffen die Tasmanische See und der Pazifik aufeinander und man kann es förmlich sehen in Form von Wellen die von beiden Seiten aufeinander treffen. Wäre ja wirklich schön, wenn es so wäre, die Wellen entstehen aber leider nur dadurch, dass etwas weiter draußen eine Sandbank ist.
Auf dem Rückweg nach Paihia sind wir dann noch den 90Mile Beach langgefahren. Irgendwie ziemlich seltsam mit einem Bus einen Strand entlang zu fahren, aber da es gegossen hat, war mir das ganz recht. Abschließend gabs dann noch Fish&Chips.
Der nächste Tag war einer dieser Tage wo man keinen Plan hat was man machen soll und die dann sensationell werden! Schließlich bin ich mit Karlijn (Holländerin) in ein Maori Village rein geschlichen und wir haben uns dort ein wenig umgeschaut. Aber mal ganz ehrlich, es wäre es wirklich nicht wert gewesen $25 Eintritt dafür zu zahlen. Wir waren schon ganz begeistert, dass wir wenigstens irgendwas sinnvolles auf die Reihe gekriegt haben und daher haben wir uns daher ein Eis gegönnt. Da sitzen wir nun nichts ahnend. Da kommt so ein Typ her und fragt was wir heut noch so vor haben uns 20min sind wir auf einem kleinen Fischerboot mit einer 7 Leuten und gehen fischen. Wie sich dann herausstellt, sind die 7 Australier auf einem Junggesellenabschied und lassen es sich dort in einer Villa gut gehen. Das war mein erstes Mal das ich fischen war und ich muss sagen, dass ich es Spaß macht. Vor allem wenn man alle 5-10min einen Fisch an der Angel hat. Insgesamt habe ich 9 Fische gefangen und 3 davon waren auch legal. Da Karlijn und ich so viel Glück hatten, haben uns die Jungs zu sich in die Villa eingeladen. Natürlich haben wir nicht nein gesagt. Wie sich dann noch rausgestellt hat, war einer der Jungs ein gelernter Koch und wir wurden von hinten bis vorne einfach nur verwöhnt! =) Wir waren dann am nächsten Morgen um 7 wieder im Hostel.
Dann habe ich meine Sachen gepackt und bin mit 3 Jungs, die zufällig ins Hostel rein spaziert sind und die ich zuvor in Whangarai getroffen habe, losgezogen. Wir sind auf einem Campingplatz außerhalb und ich habe mich in mein Zelt gelegt und gemütlich in meinen Geburtstag geschlafen. Als ich am nächsten Morgen aufgewacht bin, hat Gott sei Dank die Sonne geschienen und es gab Pancakes zum Frühstück. Für meinen Geburtstag war geplant, dass ich mit den Jungs (Fynn, Morris & Jonas) auf eine 24h Bootstour gehe. Da diese aber erst um 15Uhr angefangen hat, sind wir planlos umhergeirrt und haben nach etwas sinnvollen gesucht. Leider haben wir nichts zustande gekriegt, bis Morris die Van-Tür aus den Angeln gehoben hat und ein Teil von der Tür abgebrochen ist und wir letztendlich zu einer Werkstatt fahren mussten, da wir den Van natürlich nicht so stehen lassen konnten, wenn wir über Nacht weg sind. Glücklicherweise war keine 20m eine Werkstatt die auch noch von Deutschen betrieben wurde. So wollte ich immer schon mal meinen Geburtstag verbringen - in der Werkstatt! Nachdem die Tür repariert war, haben wir unsere Sachen gepackt und sind zum Hafen um auf das Boot zu gehen. Wir haben dann am Anfang auf eine Plastikente mit einer Paintballgun geschossen. Jeder hatte drei Versuche und wer die meisten getroffen hat, hat ein Freigetränk bekommen. Danach haben wir gechillt und dann gings ans Fischen. Leider hatte ich diesmal nicht so viel Glück, aber das war auch eher blind fischen und nachdem es angefangen hat zu regnen, habe ich aufgegeben, da ich sowieso schon genug erkältet habe. Dann gab es endlich Abendessen. Wir haben so reingehauen! War wirklich lecker, obwohl ich sagen muss, dass die Würstchen hier echt komisch schmecken. Die sind ganz weich innen und der Geschmack ist auch ganz anders, aber gut – es wird gegessen was auf den Tisch kommt. Nach dem Essen wurden wir in Gruppen aufgeteilt und sind dann in die Kajaks gestiegen und in der Bucht umher gepaddelt. 

Das Spektakuläre war, dass die Algen fluresziert haben. Also jedes Mal wenn man mit dem Paddel ins Wasser ist, hat es grün geleuchtet. War schon ziemlich cool. Anschließend haben wir uns von der nassen Kleidung befreit und sind noch ein bisschen schwimmen gegangen. Überraschenderweise war das Wasser eigentlich ganz warm! Den Abend haben wir dann vorm Kamin am Ende des Boots ausklingen lassen. Wir hatten zwei Iren an Bord die Gitarre spielen konnten. Schöner hätte man mein Geburtstag kaum ausklingen lassen können.
Danach gings dann wieder Richtung Auckland für das Rugby Finale! Ich kann euch sagen, da war was los. Aber verglichen zu unserem Public Viewing ist das dann doch nichts. Die Kiwis sitzen zivilisiert vor den Leinwänden und keiner ist rücksichtslos! Nur die Touristen. Als Neuseeland dann ja Gott sei Dank gewonnen hat, waren nicht nur die Straßen voll. Wir sind dann noch feiern gegangen.
Am nächsten Morgen um 7 gings dann los mit dem Kiwi Bus! Was die sich bei der Zeit gedacht haben, würd ich gerne mal wissen -.-


Wer noch mehr Bilder sehen will: Hier

Freitag, 28. Oktober 2011

Roadtrip II

Welcome to California! Nachdem wir mal wieder illegal irgendwo gecampt haben, sind wir am nächsten Morgen in den Redwood National Park und haben uns diese monströsen Bäume angeguckt und sind ein bisschen wandern gegangen. Wir haben dann natürlich auch noch an ein paar Stränden und Lagunen halt gemacht. Von dort sind wir dann wieder ganz traditionell den Highway 101 runtergefahren. Wir sind unter anderem durch Eureka gefahren. Allerdings gabs hier nicht sonderlich viel zu sehen. Essen verkaufen wollten sie uns auch nicht, da alles geschlossen hatte! Kurzer Hand sind wir dann weiter gefahren. Wir haben uns etwas länger ins Sakramento aufgehalten, da die wirklich eine hübsche kleine „Altstadt“ haben und es stand eigentlich gar nicht auf der Liste. Es sah dort wie in den wilden Western Filmen aus. Toni hat da auch zum ersten Mal in Ihrem Leben einen Funnel Cake gegessen. Anschließend sind wir dann in den Yosemite National Park gefahren, obwohl der erst nächste Woche auf dem Plan stand, aber man muss ja auch mal spontan sein. Dort wars eigentlich ziemlich cool, aber da wir dann doch schon einiges gesehen hatten, waren wir zuerst nicht total von den Hockern gerissen. Ich meine, dass das wohl einer der bekanntesten National Parks in den USA ist und genauso wird er auch präsentiert. Der National Park hat ein richtiges Straßensystem mit Einbahnstraßen, Straßennamen und einem kleinen Dorf, wodurch jegliche wilde und freie Atmosphäre völlig verloren geht. Wir sind zum Sentinel Dome, Taft und Glacier Point gewandert wovon man eine atemberaubende Sicht hat. Unter anderem auch auf das wunderhübsche Dorf mit den ganzen Straßen ;)
Von dort ging es dann nach San Francisco! Hier haben wir wohl die verrücktesten Dinge gesehen und das lag auf jeden Fall daran, dass wir die Leute (Tighe & Jim) wieder getroffen haben, bei den wir in Seattle gewohnt haben. Allerdings war der erste Tag noch ziemlich ruhig.  Angekommen bin ich erstmal Abends in eine Bar und wir haben gedänced bis mich meine Füße nicht mehr tragen konnten. Nachdem wir am nächsten Morgen schön ausgeschlafen hatten, sind Toni und ich losgeschlappt, um die Stadt zu erkunden. Glücklicherweise haben wir uns dann ganz spontan mit Tighe und seinem Freund Elliot getroffen die uns kurzer Hand eine spontane und super schnelle Stadtrundführung gegeben haben, da die viel zu oft hier runter fliegen um Party zu machen. Wir haben uns dann ein Rad ausgeliehen uns sind zur Golden Gate Bridge geradelt. Leider war nicht viel mehr zu sehen außer der erste Pfeiler. Das hat uns aber nicht davon abgehalten, mit dem Rad darüber zu fahren. Der Wind war einfach unglaublich stark und als es um die Pfeile rumging, musste man fast absteigen, da das Vorderrad gemacht hat was es wollte. Es war schon ziemlich frisch, aber hat unheimlichen Spaß gemacht. Anschließend mussten wir erfahren wie hügelig die Stadt ist. Das hat dann weniger Spaß gemacht! Dann waren wir auf dem Bike&Beer Festival. Da hat das verrückte Wochenende schon angefangen! Die Leute dort sind einfach nur durch! Ich weiß nicht wie man das beschreiben soll. Anschließend sind wir dann erst auf eine Hausparty. Kaum war man an der Tür ist einem schon der Marihuanageruch in die Nase gestiegen. Selten so viele völlig zugedröhnte Leute gesehen. Wir waren da ein bisschen und haben Bier getrunken, bevor wir uns abgeseilt haben und dann zu Tighe, Jim und deren Freunden sind. Die haben uns dann in Ihr Hostel geschmuggelt wo es umsonst Cocktails gab. Nach dem wir auch hier ein paar Drinks hatten, sind wir in einen Club gefahren. Gott gings da rund! Selten so viel geschwitzt beim Tanzen ;) Völlig fertig sind wir dann morgens ins Bett gefallen. Am nächsten Tag dachten wir wird’s dann sicher ein bisschen ruhiger. Als wir uns dann wieder mit den Jungs getroffen haben, haben die uns auf Felsom Street Fair geschleppt. Gut, wir wussten, dass es ein Schwulen Fest ist, aber wir dachten nicht, dass wir da so viele Schwänze, Blow Jobs, Fetische und andere ultra krassen Sachen zu sehen bekommen. Ich geh jetzt nicht näher darauf ein, da das sicher ganz viele nicht lesen/wissen möchten. Falls doch – einfach anschreiben und ihr bekommt persönlichen Zugang zu den Bildern ;) Facebook hat mir zwei Warnungen geschrieben, bei der dritten hätten Sie meinen Account blockiert -.-
Nachdem wir dort den halben Tag und nach Tonis Meinung viel zu viel Zeit verbracht haben, haben wir abends einen ganz entspannten gemacht und sind früh ins Bett, da wir am nächsten Tag auch wieder los wollten.
Nächster Stopp Vegas! Da das aber doch schon n Stückchen weg ist, haben wir noch einen Tag in Death Valley verbracht. Wir sind im stockfinstern dort angekommen. Der Weg war von Serpentinen geprägt und uns ist ewig kein Auto entgegen gekommen – war schon ziemlich unheimlich. Was wirklich unglaublich war, dass wir im Zelt liegen konnten und den Sternenhimmel gesehen haben, da wir nicht die Regenplane drüber hatten – es war einfach zu heiß! Als wir am nächsten Tag aufgewacht sind, haben wir endlich gesehen wie es denn eigentlich im Death Valley aussieht. Ja, so viel gibt’s da halt nicht ne ;) Alles ziemlich kahl und in brauntönen gehalten was aber nicht heißt, dass es nicht beeindruckend ist. Es war/ist nur total anders als alles was bisher gesehen hatten. Wir haben da nicht allzu viel gemacht, weil es einfach brutal heiß war! Wir waren in den Sanddünen (vor 18Jahren ist hier ne Familie verloren gegangen die sie letztens wieder gefunden haben) und am Badwater Basin (86m unter dem Meeresspiegel). Am frühen Nachmittag sind wir dann endlich nach Vegas rein! Man kann schon von weitem die Ausmaße der Stadt erkennen. Einfach riesig und der Verkehr ist einfach furchtbar! Naja, wir sind dann Nachmittags erstmal einen Teil vom „Strip“ langgelaufen bis wir nicht mehr konnten und haben uns Karten (für $10) für eine Zaubercomedy Show organisiert. Anschließend haben wir über eine Stunde die Wasserfontänen vor dem Bellagio genossen. Das erste Lied was wir gehört haben war Celine Dion - "My heart will go on" . Ich hab am Anfang gedacht die spielen das jetzt in der Dauerschleife, aber Gott sei Dank war dem nicht so! Am nächsten Tag sind wir dann in diese Zaubercomedy Show. War wirklich gut und auch witzig. Die $10 haben sich also wirklich gelohnt. Danach sind wir auf den „Stratosphere Tower“ wo man so crazy Thrillrides machen kann. Toni hat sich gleich ein Komboticket gekauft, da sie immer noch traurig war, dass wir nicht in „Six Flaggs“ gehen konnten. Ich habe mir nichts gekauft, aber – ich habe ja bekanntlich sehr viel Glück –  ich konnte trotzdem eins von drei fahren, da niemand außer Toni fahren wollte. Übelst krass! Wir saßen da in diesem „Schlitten“ drinnen und sind dann nach vorne über den Rand von diesem Tower gedüst und dann nochmal 45° nach unten gekippt, damit wir den „Strip“ besser sehen können! Und das haben wir dann 3 mal gemacht. Danach hatte ich auch genug! Toni hat noch weiter gemacht. Ich werde halt alt ;)
Am nächsten Morgen sind wir dann gemütlich zu unseren letzten Stopp gefahren: LA. Wir haben nicht direkt in LA übernachtet, sondern außerhalb bei Leuten die ich in Alaska kennen gelernt habe. Letztendlich war das aber ganz gut, da wir dann ein bisschen Energie tanken und uns von den letzten 3 Wochen erholen konnten. Wir sind aber einen Tag nach LA gefahren und haben uns den Walk of Fame, Venice Beach, Hollywood und Beverly Hills angeguckt. Ja gut, also von den Socken hat uns das jetzt nicht gehauen. Das Hollywood Sign ist doch nicht so riesig wie man denkt, obwohl wir so nah wie möglich hingelaufen sind. Der Walk of Fame ist ganz witzig, aber leider nicht so schön wie es in Film und Fernsehen immer dargestellt wird. Doch ziemlich dreckig und klein. Venice Beach war leider auch nicht so schön, da das Wetter schlecht war und überall nur obdachlose, zugedröhnte kleine Kinder rumgelaufen sind, die ein bisschen zu viel Selbstbewusstsein haben. Beverly Hills war dafür abnormal riesig und bonsig.
Alles in allem war der ganze Roadtrip unwahrscheinlich gut, aufregend, lustig, vielseitig, interessant und ich wird’s jeder Zeit wieder machen. Ab und zu wars doch ganz schön stressig mit der Fahrerei, aber es lohnt sich da man einfach so flexibel ist. Toni und ich hat es auf jeden Fall noch mehr zusammen geschweißt. Der Abschied am Flughafen war dadurch auch viel schwerer als beim ersten Mal. Aber ist ja nicht für immer hoffentlich!

 Bilder leider nur hier!


Montag, 17. Oktober 2011

Roadtrip I

Die Amis! Verrücktes Volk! Wollten die mich doch tatsächlich nicht wieder einreisen lassen, da sie nicht geglaubt haben, dass ich ein around-the-world-ticket habe und daher noch nicht weiß wann genau ich wieder nach Hause fliege! Außerdem hatte ich  meine Reservierung für meinen Flug nach Neuseeland nicht auf Papier – woher soll man das auch wissen! Dann wollten sie meinen E-Mail Account haben, da ich es nur dort abgespeichert hatte =) Doof nur das in meinem Passwort Umlaute sind und die Amis das ja nicht auf Ihrer Tastatur haben. Dann wollten Sie meine Resieagentur anrufen, ging leider auch nicht, da es in Deutschland 23Uhr war! Der nächste Plan war Toni anzurufen, aber die hat kein Handy in den USA! Es war einfach herrlich! Dann wollten Sie mich davon überzeugen, dass ich in den USA arbeiten will ohne Work-Visa und aus meinen Geldbeutel haben sie auch jede Rechnung und Karte haargenau angeschaut! Traumhaft! Nach einer Stunde haben sie mir endlich einen Stempel in meinen Pass gemacht und ich konnte meine kleine Schwester nach 4 Monaten wieder in die Arme schließen! Wir habens dann nochmal in Seattle mit meinem wirklich coolen Couchsurfern ordentlich krachen lassen! Mit deren Hilfe haben wir dann auch recht günstig ein Auto gemietet und haben uns dann am Montag (12.9.) auf den Weg nach Olympia gemacht. Also die Hauptstadt von jedem Staat ist wirklich nichts besonderes. Olympia ist ein nettes kleines Örtchen, mir leckeren Cupcakes, sehr hilfsbereiten Menschen, dass gemütlich meinem einem Spaziergang an einem Tag erkundet werden kann. Und dabei ist noch ein Nickerchen am Hafen drin. In Olympia beginnt der berühmte Highway 101 der einmal an Washingtons Küste und dann Oregon reinführt. Wir haben dann im Norden im Port Townsend eine Nacht gecampt! Unterwegs haben wir gehalten und sind ein bisschen wandern gegangen (Lena Lake), da die ganze Zeit im Auto hocken ja doch langweilig wird! Die Stadt ist super schnuckelig, viele kleine, liebevoll eingerichtete Läden. Durch Downtown kann man gemütlich in 20min schlendern und ein wunderbar hausgemachtes Eis genießen.  Im Norden von Washington befindet sich der Olympic National Rain Forest. Wir haben einen der größten Spruce Tree gesehen (einen lebenden und einen toten) und sind dort wandern gegangen, was sich mehr als ein Spaziergang mit vielen Rentern rausgestellt hat. Bevor wir am nächsten Tag ENDLICH Forks erreicht haben sind wir noch am Crescent Lake vorbeigekommen und haben ein Foto gemacht. Dann war es endlich soweit und wir haben Forks passiert – Handlungsort von „Twightlight“ gefahren! Einfach unvorstellbar wie touristisch so ein kleines Örtchen wegen einer Triologie werden kann! Den Spaß haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen und sind in ein paar Geschäfte wo es alle möglichen Fan- & Dekoartikel zu kaufen gibt! Wir haben dann auch eine Karte bekommen mit deren Hilfe man alle Häuser und Orte in und rund um Forks abfahren kann. Wir haben dann genau 3 Sachen angeschaut, weil es uns dann wirklich zu doof wurde und wir auch noch ein ganzes Stückchen fahren musste. Auf dem Weg in den Süden sind wir in den Olympic National Forest und haben einen kleinen Spaziergang zwischen großen Kiefern gemacht, welche wirklich einfach riesig sind. Während man an der Küste entlang fährt, passiert man wunderschöne Strände. Wir haben dann zufällig an einem Halt gemacht wo eine riesen Nebelfront war. Hier hätte definitiv ein Teil von Fluch der Karibik  gedreht werden können so düster und mysteriös war das! Die Straßen dort sind super zum fahren, sehr beeindruckend mit den riesigen Bäumen auf der einen Seite und dem Meer auf der anderen Seite und dabei sieht man noch den Sonnenuntergang! Das ist schon schön! Wir haben dann im mehr oder weniger stockfinstern unseren Campingplatz gefunden der leider nicht zum letzten Mal am Arsch der Welt sein sollte! -.-  Am nächsten Tag sind wir nach Astoria (Oregon) gefahren. Dafür haben wir eine der längsten Brücken überquert. Hat ungefähr 5min gedauert. Da wir dann dort doch keinen Couchsurfer hatten, haben wir nach einer kleinen Sightseeingtour (Pier mit hunderten von Seelöwen, Aussichtsturm, alte Straßenbahn) durch Astoria – deren Partnerstadt Walldorf ist – spontan beschlossen soweit es geht zum Mount St. Helen Vulcanic National Park zu fahren, um Morgen dort so viel wie möglich zu sehen. Das hieß also auf zurück nach Washington! Es macht schon unheimlich viel Spaß zwischen den Staaten hin und her zu fahren.
Um dem Vulkan (der 1980 das letzte Mal ausgebrochen ist) so nah wie möglich zu kommen, muss man Meilen und Meilen Serpentinen bergauf zurücklegen. Ich habe noch nie einen Vulkan so nah gesehen! Wir sind dann auf die „windy ridge“ hochgelaufen, um einen besseren Blick auf den Vulkan und den Salt Lake zu bekommen. Dafür musste man ein kleines Workout mit gut 150 Stufen auf sich nehmen. Und wie so oft hat es sich wirklich gelohnt. Wir wollten dann noch einen anderen Wanderpfad machen, haben aber die Schilder falsch gelesen und sind daher den 5h Trail statt den 1,5h Trail gelaufen -.- Unterwegs habe ich noch einen Busch mit gelben Himbeeren/Brombeeren entdeckt und konnte einfach nicht wiederstehen. War eigentlich ganz lecker. Danach haben wir uns auf nach Portland gemacht. Da uns dieser Ort von so vielen Leuten empfohlen wurde, würde ich doch immer noch ganz gerne wissen was den die Leute nun da hält. Letztendlich hat mich bzw uns jetzt nicht wirklich viel vom Hocker gehauen. Die Stadt hat das Motto „Keep Portland weird“ und dafür muss man jetzt wirklich nicht viel tun. Weder das Wetter, die Stadt, noch die Menschen haben mich wirklich vom Hocker gehauen. Wir waren auf dem „Saturday Market“ der wirklich ziemlich schön war. Durch die viele Touristen sind die seltsamen Einwohner etwas untergegangen, aber man hat schon einen ersten Eindruck bekommen. Der Knaller kam dann abends als wir in einem nennen wir es mal „HipHopClub“ waren. Da ist so ziemlich alles rumgelaufen vom Gangsta-Möchtegern-HipHoper zum Mittelalter-Mensch-mit-Federhut und vom Hippie/Burner zur billig Nutte. Ich kann euch gar nicht beschreiben wie viel Spaß wir dabei hatten die Leute zu beobachten! Einfach herrlich! Was noch wirklich sehr genial in Portland ist, ist der Buchladen. Hier kann man wirklich einen ganzen Tag verbringen ohne auf die Uhr zu gucken oder sich zu langweilen. Ein Muss ist auch Voodoo’s Donuts! Die Schlange kann zwar bis zu 30m oder so lang werden, aber die Wartezeit lohnt sich allemal. Ansonsten muss ich sagen, ist die Stadt für meinen Geschmack nichts. Am nächsten Abend waren wir in einer der Bar die das komplette Gegenteil vom vorigen Abend war. Wir kamen uns fast schon fehl am Platz vor – aber die Aussicht vom 15.Stock über Portland bei Nacht ist wirklich schön – wie in vielen andern Städten auch ;) Ansonsten gibt’s jetzt nicht unbedingt viel dort zu sehen. Elvis 24h Chapel ist direkt an der Straße, die Hawthorne Road ist voll mit Cafés und etwas außerhalb ist der „Rose Garden“.
Montags sind wir dann dem furchtbaren Wetter entflohen und kaum waren wir aus Portland draußen hatten wir auch endlich wieder Sonne. Wir haben dann an den zufälligsten Stränden und Örtchen entlang der Küste Halt gemacht, gechillt und erst mal wieder Sonne getankt. Spontan haben wir uns dann dazu entschieden noch bis zum Diamond Lake ganz im Süden von Oregon zu fahren. Damit wir am nächsten Tag viel Zeit im Crater National Park sehen können. Der ganze Tag war von Sonnenschein durchzogen und auch als wir im halbdunkeln das Zelt auf gebaut haben, war es noch nicht kalt. Aber dann mitten in der Nacht ist es wahnsinnig schnell abgekühlt und wir haben uns halba den Arsch angefroren im Zelt. Wie wir dann im Nachhinein rausgefunden waren, waren wir auf 5000Füßen was den Temperatursturz dann auch erklärt. Naja, am nächsten Morgen haben wir uns dann erstmal ein Frühstücksplatz in der Sonne gesucht, um wieder aufzutauen. Dann sind wir zum Crater Lake gefahren, welcher einfach überragend schön ist! Kurze Geschichte dazu: da stand früher ein Vulkan der irgendwann vor 130 Jahren ausgebrochen ist und ein riesiges Loch zurück gelassen hat, indem sich nun wunderbar klares blaues Wasser befindet. Wir sind dann zum Mt. Scott gewandert von wo man eine phantastische Aussicht über den See und die Landschaft hat. Anschließend sind wir noch 75Stockwerke zum See gewandert, um dort von einer Klippe ins Wasser zu springen. Es hat schon etwas Mut gekostet, da es tiefer aussieht weil man den Grund sehen kann und genau sieht welche Steine dort unten im Wasser sind. Der erste Sprung war daher nicht so elegant und ich bin eher wie ein Frosch im Wasser gelandet! Anschließend ging es Richtung Kalifornien….

Für Bilder hier klicken:  HWY 101 Part I