Dienstag, 24. Mai 2011

-Toronto-

Certainly, travel is more than the seeing of sights; it is a change that goes on, deep and permanent, in the ideas of living.

Der Abschied am Flughafen war nicht ganz so wie erhofft, es sind doch ein paar Tränen geflossen.
Der Flug an sich war ok. Hab wohl nochmal Glück gehabt mit dem Vulkan auf Island! Hab Grönland mal von oben gesehen, sieht wirklich atemberaubend aus! 


Bin dann leicht erschöpft in Toronto angekommen, bei meinem Host Rob. Für alle die es nicht wissen, ich mach (bzw. habe es vor) hauptsächlich Couchsurfing (couchsurfing.org). Ist wirklich sehr interessant, man trifft doch sehr unterschiedliche Menschen (manche einfach nur genial, andere nun gut man muss ja nicht mit allen können) und es ist wirklich vorteilhaft, da man doch mehr Insidertipps bekommt als im Hostel.
Rob ist wirklich fantastisch! Hab nach 5min erstmal n Schlüssel bekommen 


Bin am nächsten Tag gleich losgeschlappt und hab mir erstmal n Stadtplan im Tourism Center geholt, was schon ziemlich schwierig zu finden war. Bin dann Chinatown geschlappt. Ganz schön stinkig hier zum Teil, hab hier aber mal 2Paar Chucks für $20 gekauft J da ich meine Schuhe 2 Tage später total ruiniert habe! Dazu aber später mehr… direkt um die Ecke von Chinatown kommt man zum Kensington Market. Das ist n Hippie-Viertel ( in dem ich mich hätte tot shoppen können!) ziemlich crazy alles dort, aber total geil! Bin noch ins riesige Eaton Center und war völlig überfordert mit der Auswahl an Geschäften und habe das erstmal wieder aufgegeben hier shoppen zu gehen. Bin dann noch durch verschiedene Stadtviertel geschlappt, um einen Eindruck zu kriegen. Unter anderem war ich im Art College, Financial District, Leslieville …

 @ Art College
 Chinatown


CN-Tower

Da die Stadt einfach riesig ist und ich das mit den Verkehrsmitteln und Fahrplänen nicht so recht versteh ;D hab ich mir n Rad (in Chinatown) ausgeliehen. Sehr praktisch hier, da fast alle Straßen einen extra abgetrennten Radweg haben und man kaum Angst haben muss! Die Autofahrer sind sehr zuvorkommend und ich hatte ultra Spaß mim Rad auch wenn mir am nächsten Tag übelst mein Hintern weh tat, da die Qualität bei nem Rad aus Chinatown wirklich nicht überragend ist! :D

Am Freitag habe einen wundervollen Tag auf Toronto Island verbracht. Ich bin mit der Fähre und meinem Rad los und habe die Insel erkundet. Einfach unglaublich, dass man innerhalb von 10min mit der Fähre so weit raus von der Stadt kommt und man einfach das Gefühl hat, man ist völlig woanders. Nur Vogelgezwitscher, Meerrauschen und leider ein kleiner Schauer, trotzdem wunderschön. Auf der einen Seite der Insel gibt’s Dünen und einen Strand. Auf der anderen sind kleine Wohngebiete (man wartet wohl ca. 10Jahre bis man einen Platz für ein Haus kriegt – vielleicht sollte ich mich jetzt schon mal anmelden!) und kleine Häfen. Da siehts aus wie aus dem Bilderbuch! Hätte euch gern dabei gehabt, weil das einfach nur noch schön war! Ich hatte wirklich Glück, da kaum jemand auf der Insel war und man kaum Menschen getroffen hat und ganz gemütlich mit dem Rad die Insel erkunden konnte! 


Houses on Toronto Island




Am nächsten Tag bin ich mim Zug und meinem Rad (ich hätte ihm einen Namen geben sollen) zu den Niagara Fällen. Ja gut, also da mir im Voraus schon gesagt wurde, dass es nicht wirklich atemberaubend ist, habe ich meine Erwartungen nicht all zu hoch gesteckt. Es ist wirklich beeindruckend, wenn man die Hotels und Casinos und das extra angelegte Stadtviertel für Touristen ignoriert. So viele Touristen auf einem Haufen ist nicht wirklich erholsam. Habe da auch eine Hochzeit gesehen :-S Ich fand es komisch, dass man so nah an den USA ist, man hätte quasi nur noch über die Brücke laufen müssen. 






Bin dann noch ins Casino und habe mich da drinnen verirrt! :D Nachdem ich den Ausgang nach 10min immer noch nicht gefunden habe, habe ich lieber nach dem Weg gefragt :D und nein ich habe nicht gespielt! Casinos machen mir Angst! ;-) Wenn man sich ein bisschen außerhalb von des Tourismus-Hot-Spot umschaut, kriegt man irgendwie Mitleid. Überall sieht es aus wie in einer Geisterstadt. Kaum Geschäfte, keine Menschen, leere Häuser…
ch bin dann am Fluss der Niagara Fälle weiter geradelt und habe einen kleinen Wanderpfad entdeckt. Doof das ich meine Chucks anhatte, aber es waren 27°C an dem Tag und wer will da schon seine Hiking-Schuh anziehen?!


 Hab auf dem Weg zu der „Bucht“ fast zweimal auf der Fresse gelegen, da meine Schuh Null Profil hatten und es schlammig ohne Ende war.. Gott sei Dank hat mich niemand gesehen! :D Es hat sich wirklich gelohnt sich da runter durch zu kämpfen ;-) Der Weg zurück war genau so lustig!
Danach gings weiter bis hin zum „Butterfly Observatory“. 2000 Schmetterlinge schwirren um einen rum und setzen sich überall hin und der Duft der Pflanzen war wirklich wunderbar.





 Drumherum ist ein riesiger Botanischer Garten, den ich mir natürlich als erfolgreiche Biologiestudentin nicht entgehen lassen durfte ;-) Einfach nur schön, mehr muss man dazu eigentlich nicht sagen. 

Und wie sollte es anders sein, der Tag war einfach zu schön und kann natürlich nicht wie geplant enden…so what happened? Theresa sitzt im Zug & wartet bis es endlich losgeht. „We’re sorry but the train won’t departing 7pm, because there’s an accident“. Alle Fahrgäste OHNE Rad konnten in die Ersatzbusse, alle anderen mussten warten bis die Strecke geräumt ist. Traumhaft… war dann 3,5h später als geplant wieder in Toronto völlig genervt, hungrig und müde!
Sonntags war ich auf einer Couchsurfer Party eingeladen, da hier am Montag Victoria Day (zu Ehren des Geburtstags der Queen). Zu Beginn waren wir auf nem Festival am Hafen und haben anschließend alle zusammen gegessen und dann angefangen zu trinken, um die letzten Hemmungen zu übewinden ;-) Irgendwie komisch auf ne Party zu gehen auf der man niemanden kennt, aber da es fast allen so ging, war es ziemlich lustig. Habe einen Deutschen getroffen der aus Dresden kommt, einen anderen der in Landau lebt. Die Welt ist ein Dorf! :D Witzig wen man da so alles trifft und evtl auch wieder trifft, weil sie ähnliche Pläne haben. Wir saßen letztendlich bis 5am am Strand…war einfach überragend! Am nächsten Tag wurde dann erstmal gemütlich mit ein paar anderen Couchsurfern von der Party gekocht und dann gechillt.
Zusammengefasst ist die Stadt eine multikultureller Pot in der man Essen aus aller Welt findet (und ich hauptsächtlich trotzdem nur Burger & Hotdogs esse, weil es dann doch ziemlich teuer wird) mit 1Mil Shopping Möglichkeiten in alles Preiskategorien, die Stadt so viele Facetten hat, dass man da wohl lange leben muss, um wirklich alles kennen zu lernen. Neben dem unruhigen Treiben in den großen Straßen, gibt es wohl genug Plätze (auch wenn sie versteckt sind) in denen man wunderbar entspannen kann und nichts von dem Trubel mitkriegt. Und da ich die meiste Zeit mit  & bei Rob verbracht habe und ich im Drogen-Rehabilitation-Viertel  Ecke Transvestiten Viertel gewohnt habe, kann ich beruhigt sagen, dass da wirklich keine Kriminalität herrscht. Die Kanadier – zumindest die in Toronto – sind super lieb, nett & hilfsbereit auch wenn die meiner Meinung nach zu viel Kiffen, aber gut – jedem das seine…
Für mehr Informationen stehe ich gerne zur Verfügung, aber das sprengt dann doch grad meine Laune noch mehr zu schreiben! :D
Ich vermiss euch, vorallem in den Momenten in denen man zu Ruhe kommt und wunderschöne Augenblicke nicht allein genießen möchte!

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