Welcome to California! Nachdem wir mal wieder illegal irgendwo gecampt haben, sind wir am nächsten Morgen in den Redwood National Park und haben uns diese monströsen Bäume angeguckt und sind ein bisschen wandern gegangen. Wir haben dann natürlich auch noch an ein paar Stränden und Lagunen halt gemacht. Von dort sind wir dann wieder ganz traditionell den Highway 101 runtergefahren. Wir sind unter anderem durch Eureka gefahren. Allerdings gabs hier nicht sonderlich viel zu sehen. Essen verkaufen wollten sie uns auch nicht, da alles geschlossen hatte! Kurzer Hand sind wir dann weiter gefahren. Wir haben uns etwas länger ins Sakramento aufgehalten, da die wirklich eine hübsche kleine „Altstadt“ haben und es stand eigentlich gar nicht auf der Liste. Es sah dort wie in den wilden Western Filmen aus. Toni hat da auch zum ersten Mal in Ihrem Leben einen Funnel Cake gegessen. Anschließend sind wir dann in den Yosemite National Park gefahren, obwohl der erst nächste Woche auf dem Plan stand, aber man muss ja auch mal spontan sein. Dort wars eigentlich ziemlich cool, aber da wir dann doch schon einiges gesehen hatten, waren wir zuerst nicht total von den Hockern gerissen. Ich meine, dass das wohl einer der bekanntesten National Parks in den USA ist und genauso wird er auch präsentiert. Der National Park hat ein richtiges Straßensystem mit Einbahnstraßen, Straßennamen und einem kleinen Dorf, wodurch jegliche wilde und freie Atmosphäre völlig verloren geht. Wir sind zum Sentinel Dome, Taft und Glacier Point gewandert wovon man eine atemberaubende Sicht hat. Unter anderem auch auf das wunderhübsche Dorf mit den ganzen Straßen ;)
Von dort ging es dann nach San Francisco! Hier haben wir wohl die verrücktesten Dinge gesehen und das lag auf jeden Fall daran, dass wir die Leute (Tighe & Jim) wieder getroffen haben, bei den wir in Seattle gewohnt haben. Allerdings war der erste Tag noch ziemlich ruhig. Angekommen bin ich erstmal Abends in eine Bar und wir haben gedänced bis mich meine Füße nicht mehr tragen konnten. Nachdem wir am nächsten Morgen schön ausgeschlafen hatten, sind Toni und ich losgeschlappt, um die Stadt zu erkunden. Glücklicherweise haben wir uns dann ganz spontan mit Tighe und seinem Freund Elliot getroffen die uns kurzer Hand eine spontane und super schnelle Stadtrundführung gegeben haben, da die viel zu oft hier runter fliegen um Party zu machen. Wir haben uns dann ein Rad ausgeliehen uns sind zur Golden Gate Bridge geradelt. Leider war nicht viel mehr zu sehen außer der erste Pfeiler. Das hat uns aber nicht davon abgehalten, mit dem Rad darüber zu fahren. Der Wind war einfach unglaublich stark und als es um die Pfeile rumging, musste man fast absteigen, da das Vorderrad gemacht hat was es wollte. Es war schon ziemlich frisch, aber hat unheimlichen Spaß gemacht. Anschließend mussten wir erfahren wie hügelig die Stadt ist. Das hat dann weniger Spaß gemacht! Dann waren wir auf dem Bike&Beer Festival. Da hat das verrückte Wochenende schon angefangen! Die Leute dort sind einfach nur durch! Ich weiß nicht wie man das beschreiben soll. Anschließend sind wir dann erst auf eine Hausparty. Kaum war man an der Tür ist einem schon der Marihuanageruch in die Nase gestiegen. Selten so viele völlig zugedröhnte Leute gesehen. Wir waren da ein bisschen und haben Bier getrunken, bevor wir uns abgeseilt haben und dann zu Tighe, Jim und deren Freunden sind. Die haben uns dann in Ihr Hostel geschmuggelt wo es umsonst Cocktails gab. Nach dem wir auch hier ein paar Drinks hatten, sind wir in einen Club gefahren. Gott gings da rund! Selten so viel geschwitzt beim Tanzen ;) Völlig fertig sind wir dann morgens ins Bett gefallen. Am nächsten Tag dachten wir wird’s dann sicher ein bisschen ruhiger. Als wir uns dann wieder mit den Jungs getroffen haben, haben die uns auf Felsom Street Fair geschleppt. Gut, wir wussten, dass es ein Schwulen Fest ist, aber wir dachten nicht, dass wir da so viele Schwänze, Blow Jobs, Fetische und andere ultra krassen Sachen zu sehen bekommen. Ich geh jetzt nicht näher darauf ein, da das sicher ganz viele nicht lesen/wissen möchten. Falls doch – einfach anschreiben und ihr bekommt persönlichen Zugang zu den Bildern ;) Facebook hat mir zwei Warnungen geschrieben, bei der dritten hätten Sie meinen Account blockiert -.-
Nachdem wir dort den halben Tag und nach Tonis Meinung viel zu viel Zeit verbracht haben, haben wir abends einen ganz entspannten gemacht und sind früh ins Bett, da wir am nächsten Tag auch wieder los wollten.
Nächster Stopp Vegas! Da das aber doch schon n Stückchen weg ist, haben wir noch einen Tag in Death Valley verbracht. Wir sind im stockfinstern dort angekommen. Der Weg war von Serpentinen geprägt und uns ist ewig kein Auto entgegen gekommen – war schon ziemlich unheimlich. Was wirklich unglaublich war, dass wir im Zelt liegen konnten und den Sternenhimmel gesehen haben, da wir nicht die Regenplane drüber hatten – es war einfach zu heiß! Als wir am nächsten Tag aufgewacht sind, haben wir endlich gesehen wie es denn eigentlich im Death Valley aussieht. Ja, so viel gibt’s da halt nicht ne ;) Alles ziemlich kahl und in brauntönen gehalten was aber nicht heißt, dass es nicht beeindruckend ist. Es war/ist nur total anders als alles was bisher gesehen hatten. Wir haben da nicht allzu viel gemacht, weil es einfach brutal heiß war! Wir waren in den Sanddünen (vor 18Jahren ist hier ne Familie verloren gegangen die sie letztens wieder gefunden haben) und am Badwater Basin (86m unter dem Meeresspiegel). Am frühen Nachmittag sind wir dann endlich nach Vegas rein! Man kann schon von weitem die Ausmaße der Stadt erkennen. Einfach riesig und der Verkehr ist einfach furchtbar! Naja, wir sind dann Nachmittags erstmal einen Teil vom „Strip“ langgelaufen bis wir nicht mehr konnten und haben uns Karten (für $10) für eine Zaubercomedy Show organisiert. Anschließend haben wir über eine Stunde die Wasserfontänen vor dem Bellagio genossen. Das erste Lied was wir gehört haben war Celine Dion - "My heart will go on" . Ich hab am Anfang gedacht die spielen das jetzt in der Dauerschleife, aber Gott sei Dank war dem nicht so! Am nächsten Tag sind wir dann in diese Zaubercomedy Show. War wirklich gut und auch witzig. Die $10 haben sich also wirklich gelohnt. Danach sind wir auf den „Stratosphere Tower“ wo man so crazy Thrillrides machen kann. Toni hat sich gleich ein Komboticket gekauft, da sie immer noch traurig war, dass wir nicht in „Six Flaggs“ gehen konnten. Ich habe mir nichts gekauft, aber – ich habe ja bekanntlich sehr viel Glück – ich konnte trotzdem eins von drei fahren, da niemand außer Toni fahren wollte. Übelst krass! Wir saßen da in diesem „Schlitten“ drinnen und sind dann nach vorne über den Rand von diesem Tower gedüst und dann nochmal 45° nach unten gekippt, damit wir den „Strip“ besser sehen können! Und das haben wir dann 3 mal gemacht. Danach hatte ich auch genug! Toni hat noch weiter gemacht. Ich werde halt alt ;)
Am nächsten Morgen sind wir dann gemütlich zu unseren letzten Stopp gefahren: LA. Wir haben nicht direkt in LA übernachtet, sondern außerhalb bei Leuten die ich in Alaska kennen gelernt habe. Letztendlich war das aber ganz gut, da wir dann ein bisschen Energie tanken und uns von den letzten 3 Wochen erholen konnten. Wir sind aber einen Tag nach LA gefahren und haben uns den Walk of Fame, Venice Beach, Hollywood und Beverly Hills angeguckt. Ja gut, also von den Socken hat uns das jetzt nicht gehauen. Das Hollywood Sign ist doch nicht so riesig wie man denkt, obwohl wir so nah wie möglich hingelaufen sind. Der Walk of Fame ist ganz witzig, aber leider nicht so schön wie es in Film und Fernsehen immer dargestellt wird. Doch ziemlich dreckig und klein. Venice Beach war leider auch nicht so schön, da das Wetter schlecht war und überall nur obdachlose, zugedröhnte kleine Kinder rumgelaufen sind, die ein bisschen zu viel Selbstbewusstsein haben. Beverly Hills war dafür abnormal riesig und bonsig.
Alles in allem war der ganze Roadtrip unwahrscheinlich gut, aufregend, lustig, vielseitig, interessant und ich wird’s jeder Zeit wieder machen. Ab und zu wars doch ganz schön stressig mit der Fahrerei, aber es lohnt sich da man einfach so flexibel ist. Toni und ich hat es auf jeden Fall noch mehr zusammen geschweißt. Der Abschied am Flughafen war dadurch auch viel schwerer als beim ersten Mal. Aber ist ja nicht für immer hoffentlich!
Bilder leider nur hier!