Erster Stopp mit Kiwi Experience – ahja und falls ich es noch nicht erwähnt hatte, macht nicht denselben Fehler wie ich. Bucht ein anderes Busunternehmen – war Coromandel Peninsula. Hier sind wir nach Hahei gefahren, wo ich einen Couchsurfer hatte, dem ein Kajakverleih gehört. Ich habe dann glücklicherweise auch umsonst Kajak fahren dürfen. Hahei Beach ist traumhaft! Ich bin mit einem der Guides zum Hot Water Beach gepaddelt. Hier kann man Löcher in den Sand buddeln aus denen das kochend heißes Wasser kommt, dass dann mit dem Meerwasser zum angenehmen Hot Top wird. Dabei ballert die Sonne noch schön auf einen drauf! Was will man mehr ;) In der anderen Richtung kann man zur Cathedral Cove paddeln oder auch wandern. Ich bin barfuß (fragt mich nicht wie ich auf die Idee gekommen bin) über 1h dort hin gelaufen. Es sieht wirklich so schön aus wie auf Bilder, wenn nicht sogar noch besser. Hier habe ich dann den letzten Tag ausklingen lassen bevor es dann nach Hamilton ging. Ja, viel gibt es hierzu nicht zu sagen, es ist wirklich ein kleines Örtchen. Das wohl schönste ist der Hamilton Garden, hier sind verschieden Themengärten und das Ganze ist auch noch umsonst. Ansonsten gibt es dort nicht viel zu sehen.
Nächster Stopp und da wird nur wegen den Höhlen Halt gemacht. Hier haben ich eine 5stündige Tour durch die Waitomo Caves gemacht. Zuerst seilt man sich 30m in die Tiefe ab, dann geht es an die Zipline und man fliegt durch die Höhle im stockfinstern und überall um einem rum sind Glühwürmchen. Sau cool! Dann springt man mit nem Gummireifen ins schultertiefe eiskalte braune Wasser und schwimmt durch die Höhle, bekommt erklärt wie die Höhle gefunden wurde und wie Glühwürmchen entstehen. Als Bonus hat uns dann Matti (unser sehr attraktiver Guide) noch ein Liebeslied auf Maori gesungen! Ziemlich kitischig, aber hoch romantisch…
Am nächsten Tag ging es früh nach Rotorua. Wenn man dort ankommt, kann einem schon etwas schlecht werden, da es überall nach Schwefel und verfaulten Eiern riecht. Das liegt daran, dass hier die dafür verantwortliche Erdschicht besonders dünn ist und überall in den Vorgärten und Parks steigt heißer Dampf aus und Schlamm blubbert. Sieht ziemlich witzig aus, wenn man so langläuft und es sieht aus als obs in sämtlichen Vorgärten brennt. Am ersten Abend bin ich mit Leuten aus den Kiwi Bus zum Tamaki Heritage Villiage. Hier zeigen Maori einem wie man den Haka haka Tanz lernt, wie man sich richtig begrüßt, wie man kämpft usw. ist super interessant, leider dürfen Frauen aber kaum was machen außer Bälle durch die Gegend schwingen, tanzen, und singen. Danach haben die Bewohner noch verschieden Lieder gesungen und uns über die Geschichte von Neuseeland und den Maori. Danach gings zu einem riesigen Erdhaufen der von den Männern abgehoben wurde. Darunter waren dann verschiedene Körbe mit Kartoffeln, Karotten, ganzem Hähnchen und noch vielen mehr. Das ganze wurde über 3h über Lavasteinen gegart. Ihr könnt euch vorstellen wie einem da das Wasser im Mund zusammen läuft! Dann gings auch endlich zum riesigen Buffet! Ich hab sowas von reingehauen! Es gab dann noch Pavlova zum Nachtisch! Übelste Kalorienbombe, aber unglaublich lecker! =)
Ich bin dann mit meinem Couchsurfer (einem Maori) in seine Kommune gefahren, wo wir in das Bad gegangen sind. Normalerweise hat man nur Zutritt, wenn man in dieser Kommune ist, aber man darf auch Freunde mitbringen. So, da sitze ich nun also splitterfaßer nackt mit 10 Maori in einem Schwefelbad! Gut, dass ich sicher die Hälfte von den wiege und meine Hautfarbe nicht einmal annähernd an diese ran kommt. Ist ja aber egal. Ich habe mich wunderbar entspannen können und habe dann auch 11h wie ein Baby geschlafen. Am nächsten Tag gings in den Redwood Forest (ja genau wie in Kalifornien) wandern. Unglaublich schön, die Bäume sind die gleichen wie in Kalifornien, nur eine Nummer kleiner. Man hat wirklich eine wunderschöne Aussicht von manchen Bergen und was noch besser ist, man begegnet nicht besonders vielen Leuten =)
Von dort sind wir nach Taupo gefahren. Hier befindet sich der größte See in Neuseeland – Lake Taupo. Vor vielen vielen Jahren ist ein Vulkan ausgebrochen und hat ein monströses Loch hinterlassen indem jetzt endlich viel Wasser drin ist. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass man das Ende wirklich kaum erkennen kann. Etwa weiter entfernt von dort befindet sich der Tongario National Park. Der Plan sah folgendes vor. Morgen um 5:30 aufstehen, um 6Uhr abgeholt werden und dann zum National Park fahren um den berühmten Tongariro Alpine Crossing über 20km zu meistern. Hat alles soweit geklappt, bis auf das über Nacht eine schlecht Wetterfront über den Park gezogen ist und wir nach um 6:20 Bescheid bekommen haben, dass der Park geschlossen wird, da es zu gefährlich ist. Meine Laune war überragend für den Tag! Ich habe 4 Filme geguckt, Schokolade gegessen und den Tag im Hostel bei strömenden Regen rumgebracht. Muss ja auch mal sein! Da das Wetter für die nächsten Tage auch nicht besser werden sollte, habe ich beschlossen erst einmal weiter zu ziehen und auf dem Rückweg nach Auckland noch einmal hier Halt zu machen und mein Glück noch erneut zu versuchen. In Taupo kann man ne Menge Spaß haben und dabei noch mehr Geld aufn Putz hauen z.b. Bungy Jumping, Skydiving, Pferde reiten… man kann aber auch Spaß haben und kein Geld ausgeben. Daher bin ich erstmal 45min zu den Hot Pools gelaufen. Hier sind auch wie in Taupo und Coromandel Peninsula Thermalquellen zu finden und diese sind öffentlich. Das sind verglichen mit den Hot Springs in Kanada bisher meine Favoriten. Hier kommt das heiße Wasser als Wasserfall herunter geprasselt und man kann sich den Rücken massieren lassen. Das heiße Wasser mischt sich dann mit dem Wasser aus dem Fluss der vorbei fließt. Also eine gute Stelle finden und entspannen!
Nachdem ich dem Regen in Taupo entflohen bin, haben wir in River Valley übernachtet.