Donnerstag, 29. Dezember 2011

South Island

Am wohlsten habe ich mich wohl in Franz Josef gefühlt. Der Gletscher, die Landschaft und wie alles gerochen hat, war wie in Alaska wo ich im August gearbeitet habe. Leider leider ist dort alles scheiße teuer, daher kann man sich dort nicht wirklich entspannen. Wie in so vielen anderen Orten auch, kann man dort nur irgendwas wirklich tolles machen, wenn man n Haufen Kohle auf den Tisch blättert. Das habe ich mir gespart und bin lieber wandern gegangen, um meinen trägen Körper mal wieder etwas zu betätigen ;) Die Tageswanderung die ich gemacht habe, war ein bisschen anstrengender als gedacht, aber keinenfalls schlecht eher herausfordernd. Man musste über riesen Steine klettern, durch ziemlich viel Matsch laufen, aber der Ausblick nach 3h hartem Bergauf laufen lohnt sich auf jeden Fall. Dort habe ich zwei Kanadier (Jake und Daryl) getroffen mit denen ich dann zurück gelaufen bin, was wesentlich schneller ging, vorallem mit der Flasche Wein die die beiden dabei hatten. Am nächsten Tag waren meine Beine ziemlich verkatert, aber was nimmt man nicht so alles in Kauf und es fühlt sich wirklich gut an, wenn man sich mal öfter bewegen kann und nicht völlig im Bus einstaubt.
Von dort gings dann nach Wanaka, ein nettes kleines Örtchen. Dummerweise war der National Park ne gute Stunde Fahrt von dort, daher bin ich da nur einen Tag geblieben zumal das Wetter auch grausam war und da macht ja alles nur halb so viel Spaß. Im Rückblick hätte ich das wohl anders geplant, aber manchmal hab auch ich nicht so viel Glück! Man mags kaum glauben! Bin auf einen Aussichtspunkt gelaufen bevor der Sturm gekommen ist, war ziemlich windig dort oben! Aber ganz witzig mit dem Wind und dem Regen.
Dort gibt’s das sogenannte Puzzle World in dem sich groß und klein austoben können. Es ist vollgepackt mit Illusionen und einem Irrgarten. War ziemlich witzig dort drinnen. Unter anderem gabs da einen Raum in dem normal große Menschen kleiner und größer gemacht werden konnten. Ist schwer zu beschreiben. Naja jedenfalls wurde dieser Trick in Herr der Ringe verwendet um Elija Wood als Hobbit kleiner zu machen usw.  War interessant das aus erster Hand zu sehen. Eigentlich ziemlich simpel.
Der nächste große Stopp war Queenstown. Hier habe ich meine wunderbare Freundin Monica wieder getroffen mit der ich so unglaublich viel Spaß hatte! Die Überschrift für diesen Ort sollte „every nite is a Saturday nite“ lauten. Ich musste an meinem ersten Tag – einem Montag – eingestehen das es nicht ganz einfach ist, dort abends nicht wegzugehen und irgendwas zu trinken. Ich kann euch sagen, da gings ziemlich wild zu! Jeden Abend wird irgendetwas geboten, Special Drinks, Pup Crawls, Theme Party… endless! Aber neben den ganzen Gesaufe ist Queenstown ehrlich gesagt ziemlich schön. Viele kleine Straßen, mit unendlich viel Cafés, viele Grünanlagen. Die Stadt lieg in mitten von Bergen mit einem riesen See vornedran. Die Promenade ist klein, aber meiner Meinung nach macht es die Stadt viel gemütlicher. Dort findet man auch des Öfteren einen – wie wir ihn getauft haben -  Pianoplayer. Ich weiß der Name ist nicht besonders kreativ, aber es passte einfach. Obwohl ich einige Male mit ihm geredet habe, weiß ich seinen Namen bis heute nicht. Vielleicht hätte ich doch seine CD kaufen sollen. Zu spät! Nachts ist alles an der Promenade mit Licherketten beleuchtet die sich im See wieder spiegeln. Bezaubernd. Der See ist allerdings arsch kalt. Was mich allerdings nicht davon abgehalten hat Nachts nackt rein zuspringen. Ein paar Tage habe ich erfahren das jährlich einige Leute darin ertrinken, weil es so kalt ist, dass es nach ein paar Minuten die Muskeln lähmt und man wie ein Stein absäuft. Gut, da darf ich mir dann schon mal auf die Schulter klopfen. Ich glaube in diesem Ort kann man wirklich alles machen was man sich vorstellen kann. Von Bungyjumping bis Spa, Wandern, Jetboat, Skifahren…einfach jegliche sportliche Aktivität die man sich vorstellen kann. Mit anderen Worten man braucht einen riesen Batzen Geld, den ich leider nicht hatte, aber man kann dort auch Sachen umsonst machen. 
Kommen wir zu den wichtigen Informationen! In Queenstown gibt es wohl den besten Burger in der südlichen Hemisphäre. FERGBURGER! Da legt man schon mal $10 für nen normalen Burger hin, aber er ist um einiges größer als jeder Bürger bei BK oder Mc’s und der Geschmack ist wirklich Bombe. Der Laden schließt genau 2h am Tag zwischen 4-6Uhr morgens. Und ich behaupte einfach mal, dass sogar noch vollgetrunkene Engländer um diese Uhrzeit noch fähig sind einen Burger zu bestellen.  
Nachdem mich Monica mit einem unglaublich witzigen Abschied verlassen hat und ich mir fast vor Lachen in die Hosen gepinkelt habe, war es dort ziemlich still und einsam. Daher bin ich nach Stewart Island getrampt, um dort für ein paar Tage wandern zu gehen. Stewart Island – wie der Name schon sagt – ist eine Insel etwa 1h mit der Fähre von dem südlichsten Punkt der Südinsel entfernt.
Unglaublich was man so alles erlebt beim Wandern, aber dazu später mehr. Ich trampe als in den Süden und alles lief auch ziemlich optimal, bis ich dort unten ankomme und der übelste Sturm seit 50Jahren wütet. Daher wurden alle Fähren und Flüge nach Stewart Island gecancelled. Daher war ich in einem Ort namens Bluff gefangen. Eigentlich assoziiere ich mit Bluff etwas positives. Vielleicht kennt ihr diesen Marshmallow Brotaufstrich aus den USA der genauso heißt. Ich steh jedenfalls ziemlich auf dieses bapsüße Zeug. Bluff – der Ort – ist nicht mal annähernd interessant. Es ist einfach so unglaublich langweilig dort, dass ich mir wirklich überlegt habe direkt wieder zurück nach Queenstown zu gehen. Es hab genau ein Hostel dort in das ich dann ja quasi gehen musste. Es sah dort aus wie vor 40 Jahren oder so. War fast schon unheimlich. Die Leute die dort waren, waren kein Stück besser. Ich hab eigentlich die ganze Zeit nur den Kopf geschüttelt. Und war mehr als froh als ich am nächsten Morgen erfahren habe, dass die Fähren wieder fahren und ich endlich nach Stewart Island kann. Dieses scheiß kleine Örtchen hatte genau einen Bankautomaten. Da es Ende des Monats war, war leider kein Geld mehr da drinnen und ich habe alles daran gesetzt um Bargeld zu bekommen, aber es sollte nicht sein. Der Hostelbesitzer meinte dann nur ich soll ihm zurückgeben, wenn ich von Stewart Island zurückkomme. Ich habe mich dann nur gefragt wie ich auf einer kleinen beschützen Insel Bargeld kriegen soll, wenn ich das nicht einmal auf dem Festland schaffe. Ende vom Lied, ich habe natürlich nicht bezahlt!

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Mittwoch, 7. Dezember 2011

Welcome to the South Island

Am frühen Morgen ging es mit der Fähre von Wellington nach Picton. Der ganze Spaß dauert 3h und ist ziemlich langweilig. Auf dem Boot habe ich Monica aus San Francisco kennen gelernt und wir haben uns auf Anhieb einfach prächtig verstanden. Von Picton ging es dann nach Kaiteriteri. Ursprünglich wollte ich in Nelson aussteigen, aber mein Couchsurfer dort hat mir in der Nacht davor wieder abgesagt und daher bin ich dann bis in dieses kleine verschlafen Örtchen gefahren. Hier gibt es eigentlich nur Strand und Tourismus. Monica und ich sind dann am Strand umher spaziert und haben uns von der überaus anstrengenden Überfahrt. Hier gibt es wirklich nichts zu berichten, da einfach nichts passiert in diesem kleinem verschlafenem Örtchen. Am nächsten Morgen bin ich dann zum Abel Tasman National getrampt. Wie so oft hatte ich natürlich wieder keinen Plan was mich dort erwartet, aber so lang ich mein Zelt habe, passt das alles schon. Da komme ich nun also an den Eingang und mich erschlägt ein riesen Schild mit der Aufschrift, dass man Übernachtungsmöglichkeiten im Voraus buchen muss. Ja gut, das wurde dann von mir erst mal schön ignoriert. Ich bin dann dort wandern gegangen und man begegnet dort einfach unendlich vielen Tageswanderern. Ich habe dann ein Lunchbreak am Appeltree Bay gemacht und ein netter Kiwi der dort wohnt, hat mich auf ein Kaffee eingeladen und wir haben auf seiner Terrasse gesessen und die wunderschöne Aussicht genossen. Danach ging es weiter bis zur nächsten Bucht. Auch hier habe ich mich noch einmal ein bisschen entspannt bevors auf das letzte Stück gehen sollte bevor ich mir irgendwo einen Campingplatz suchen wollte, wo ich nicht bezahlen muss! Auf dem Weg habe ich David kennen gelernt, der auch alleine unterwegs war. Er hatte bereits einen Plan und hatte alles gebucht, daher habe ich mich einfach mal seiner Strecke angeschlossen. Nur das ich nicht in den offiziellen Campgrounds schlafe. Wir haben dann durch Zufall einen kleinen Campingplatz gefunden, an dem ich dann mein Zelt aufgeschlagen habe. 2 Amerikanerinnen meinten, dass hier wohl nicht kontrolliert wird, da er so klein ist und ziemlich weit weg vom Ranger! Perfekt! David ist dann bis zu seiner Hütte gelaufen, die nochmal eine halbe Stunde weiter war. Ich muss zugestehen, dass ich schon ein bisschen paranoid war und bei jedem kleinen Geräusch dachte, der Ranger kommt doch noch vorbei und will meine Reservierung sehen.

Am nächsten Morgen bin ich dann mit dem Geräusch von Regen auf meinen Zelt aufgewacht. Einfach traumhaft. Ich war extrem langsam an dem Tag und der Regen ist immer stärker geworden und ich wusste nicht so recht, was ich machen sollte, da ich David erst 2h später an seiner Hütte treffen wollte. Da stand ich dann mit meiner Regenplane und habe mir ein Dach zwischen all den Bäumen gespannt und gefrühstückt. Das Wetter hat sich dann auch gewendet und wir hatten für den restlichen Tag strahlenden Sonnenschein. Wir sind an wunderschönen Sandstränden vorbei gelaufen, das Wasser ist einfach so einladend – aber schweinekalt. Wir haben dann noch einen kleinen Umweg zu „Cleopatra’s Pool“ gemacht. Wunderschön wieder das Wasser da runter rauscht, da der Wasserfall von einem Stein blockiert wird, sieht es von der Seite wie eine Wasserrutsche aus. Wir mussten auch noch die Gezeiten beachten und konnten manche Passagen nur bei Ebbe überqueren. Das Wasser sah golden aus. Ich weiß nicht, ob das besonders gesund war, aber wir hatten kaum eine andere Wahl ;) Danach ging es dermaßen lange steil bergauf, dass ich fast schon aufgeben wollte. Aber natürlich mache ich das nicht, aber meine Waden haben so gebrannt wie schon lange nicht mehr. Die Strecke hat sich dann schon noch ganz schön hingezogen auch wenn es wunderschön war. Dann sind wir an der Hütte angekommen in der David geschlafen hat. Ich war schon wieder leicht paranoid. Die Hütte war nicht ausgebucht, nur 5 Leute. Daher bin ich erst einmal dort geblieben und habe abgewartet was passiert. Letztendlich habe ich dann dort geschlafen, da der Ranger um 22Uhr immer noch nicht da war und wir dann natürlich angenommen hatten, dass er nicht mehr kommt. Tja, leider war dem nicht so, da danach noch 3 Wanderer aufgetaucht sind, die den Ranger geholt haben. Der hat dann durchgezählt, war aber Gott sei Dank so verwirrt, dass er es erst einmal dabei belassen hat. Am nächsten Tag mussten wir alle früh raus, da man den Strand nur bis 8.30Uhr überqueren konnte. Da sitzen wir nun vor der Hütte und der Ranger fragt mich, ob ich hier letzte Nacht geschlafen hätte. Natürlich verneine ich und sage, dass ich von dem anderen Campground heute Morgen ganz früh losgelaufen bin. Danach hab ich mich auch lieber auf den Weg gemacht und David erst einmal zurück gelassen bevor der Ranger noch mehr Fragen stellt oder sogar noch meine Reservierung sehen will. Gas gehabt! Der letzte Tag war nicht ganz so hart und einfach zu laufen. Wir haben dann unsere Rucksäcke dort deponiert wo uns das Wassertaxi ein paar Stunden später abholen sollte und wir sind dann noch ein bisschen weiter an der Küste gelaufen und haben uns ein gemütliches Plätzchen am Strand gesucht und ich bin auch ins Wasser. Ich kann euch sagen, die tasmanische See ist wirklich nicht zu empfehlen! Die Rückfahrt mit dem Wassertaxi war ok, haben noch ein paar Robben gesehen. Worüber ich mich ja dann aufgeregt habe war, dass der Shuttle Bus vom Hafen bis zur Stadt voll war und 4 Leute vom Wassertaxi laufen sollten. Alle Leute außer mir und David waren nur 1-2 Tage im Park und sind nicht die ganze Zeit mit einem 12kg Rucksack gelaufen und keiner wollte sich bereit erklären zu laufen und der Idiot der das Boot gesteuert hat, hat uns dann mehr oder weniger zum Laufen verdonnert!

Danach haben wir uns erst einmal ein Bierchen gegönnt und sind dann zur Golden Bay gefahren. Wir haben dort dann in einem super süßen Hostel übernachtet. Die hatten einen extra BBQ Bereich, einen Aal (der die Reste gegessen hat) und über den Fluss der am Hostel vorbei geflossen ist, war ein riesen Netz gespannt in das man sich reinlegen konnte. Traumhaft!

Nachdem wir und richtig ausgeschlafen haben, sind wir am nächsten Morgen bis ans Ende der Golden Bay gefahren und haben uns Cape Farewell angeguckt. Ich habe noch nie so einen Strand gesehen. Ich weiß nicht, ob das auf den Bildern so rüberkommt, wie ich es wahr genommen habe. Einfach anders wunderschön. Am Nachmittag haben wir uns dann auf den Rückweg gemacht und sind bis nach Westport gefahren, wo ich dann wieder in den Bus eingestiegen bin. Westport ist einfach eine Stadt wo man wirklich kaum was machen kann, außer sich von den Strapazen der vorigen Tage zu erholen.

Windy Welliwood


Angekommen in Wellington hat sich zur Abwechslung mein Couchsurfer mal wieder nicht gemeldet. Aber macht ja nichts! Mittlerweile bin ich schon Profi im Übernachtungsimprovisieren. Ich hatte ja 3 Deutsche (Fynn, Morris & Jonas) unterwegs kennen gelernt und die waren glücklicherweise in Wellington und haben für Ihre Unterkunft im Hostel gearbeitet. Fynn und Jonas sind an dem Tag als ich angekommen bin leider weitergefahren, da sie endlich Arbeit gefunden haben, daher waren 2 Betten im Hostel frei, in dem ich dann (natürlich) umsonst die erste Nacht verbracht habe!
Ich habe dann mal wieder eine Not-Couchsurfer-Nachricht losgeschickt und zwei Leute haben sich gemeldet. Ein ganz lieber Kiwi hat mich für die ersten 2 Nächte aufgenommen! Und wie der Zufall es manchmal will, habe ich zufälligerweise den anderen Couchsurfer getroffen, der mich auch noch aufnehmen wollte, als ich abends in einer Bar getroffen mit Morris war. Er wollte eine Freundin aus Deutschland treffen und dieser wiederum war mit „meinem zukünftigen“ Couchsurfer Ricky aus. Wie klein die Welt doch manchmal ist.
Da ich ja niemanden außer Morris in Wellington kannte und seine Kumpels ja lieber arbeiten wollten, haben wir fast jeden Tag zusammen was unternommen. Was jetzt auf gar keinen Fall negativ war, da man nicht immer wieder mit dem gleichen Small-Talk Gebabbel anfangen muss und zur Abwechslung ist es auch mal wieder ganz nett deutsch zu reden. Wir waren im Zoo und haben endlich einen Kiwi gesehen, auf Mt. Victoria und haben die Aussicht über die Stadt genossen. Dann waren wir noch in Zealandia. Das ist eine Art Park indem Pflanzen und Tiere beschützt werden und zudem treffen sich hier die zwei Erdplatten. Also wenn es irgendwo richtig rüttelt, dann dort ;)  Wir haben auch ein bisschen was für die Kulturbildung getan und waren im Parlamentgebäude und haben eine kostenlose Rundführung mitgemacht und im Te Papa Museum. Bisher war eigentlich alles umsonst! =)
Eine kleine Anekdote: Morris hat ein außergewöhnlich großes Talent dafür seine Sachen zu verlieren. Leider hat sich dieses zum Teil auf mich in unserer gemeinsamen Zeit übertragen wie sich eines Nachmittages heraus stellen sollte. Zunächst haben wir eine neue Sonnenbrille für $3 für ihn gekauft, die einfach eine schreckliche Qualität hatte. Was will man auch bei $3 erwarten. Jedenfalls laufen wir durch die Stadt und ich beschwere mich über das viele Fast Food das ich durch ihn zu mir nehme und das das auf Dauer einfach kein Zustand ist, da ich – man glaube es oder auch nicht – wirklich ein paar Kilo zugenommen habe. Kaum ist das ausgesprochen laufen wir keine Minute später am Burger King vorbei und ich sehe im Fenster einen Aushang: Special Whopper $3! Wir sind natürlich rein und haben erstmal Mittag gegessen. Da sitzen wir nun futtern unsere Burger und ich meine nur so hey, wo ist eigentlich deine Sonnenbrille? Rucksack und alle sämtlichen Taschen werden durchsucht, aber keine Sonnenbrille. Gut gestärkt, gehen wir wieder in den 1,2,3 Dollar Laden und kaufen die gleiche Sonnenbrille nochmal. Anschließend ging es mit dem Cable Car (so ne Art Seilbahn) hoch auf den Berg zum Botanischen Garten ein bisschen die Sonnen genießen. Wir haben natürlich auch unser Rückfahrtticket gleich mitgekauft. Wir sind dann dort umher gelaufen, im Kinder Paradies gerutscht und dieses Zipline gefahren. Was ein Spaß! Anschließend sind wir den ganzen Hügel auf der anderen Seite runtergelaufen und haben uns ins Gras fallen lassen und ein Sonnenbad genossen bevor wir uns wieder den ganzen Berg zum Cable Car wieder hoch gelaufen sind. Oben angekommen hole ich schon mal unsere Rückfahrttickets aus der Tasche und gebe Morris seins, da merk ich das ich meine Kamera nicht mehr habe. Die liegt noch unten auf der Wiese. Wir rennen also den ganzen Hügel runter zu dem Platz wo wir lagen. Morris ist schon die ganze Zeit am fluchen, da er seine Kamera schon verloren hatte. Ich bin noch ganz optimistisch, dass sie niemand weggenommen hat, weil die Kiwis ja so freundliche Menschen sind und eigentlich alles abgeben. Da sehen wir nun die Wiese, aber keine kleine schwarze Kamera. Aber glücklicherweise habe ich sie mit dem Display nach oben auf den Rasen gelegt, dass man sie erst sieht, wenn man genau dort steht. Nochmal Schwein gehabt. Morris und ich freuen uns voll, dass noch alles da ist und wir nochmal den ganzen Hügel bergauf laufen müssen. Auf halben Weg merkt er, dass er sein Rückfahrtticket für die Seilbahn verloren hat. Da geht das fluchen gerade wieder von vorne los. Ich rede ihm noch gut zu, dass er es bestimmt beim runter rennen verloren hat und wir das schon auf dem Rückweg finden. Und siehe da, oben direkt vor dem Eingang liegt sein Ticket auf dem Boden! Ich glaube, ich hab selten so viel gelacht und Glück gehabt! 
Wellington ist bisher die schönste Stadt in Neuseeland. Angenehme Größe, viel zu unternehmen, gute Lage – nur der Wind ist einfach unglaublich stark! Wie gut, dass ich noch einmal ein paar Tage dort verbringen kann.